Triodion. Lichte Woche. Freitag.
Osterfreitag
- Zur Vesper -
Geistliche im Altar: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Zweimal.
Das dritte Mal bis zur Hälfte:
Geistliche: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten.
Ch: Und denen in den Gräbern das Leben geschenkt.
Stichiren zu "Herr ich schrie"
Ton 6.
Der Herr des Himmels vollbringt außergewöhnliche und wunderbare Dinge in Dir, / all-unschuldvolle Herrin; / von oben in deinen Schoß wie Tau herabgestiegen, / o Braut Gottes, / dich erzeigend als eine Quelle, / die hervorquellen lässt die Vollkommenheit der Güte / und eine Flut von Heilungen, / fließend mit Segnungen in Fülle / all jenen, die sich sehnen nach Stärkung der Seele / und Gesundheit des Körpers, // durch das Wasser der Gnade.
Höchst angemessen, o Jungfrau, / rufe ich dich als himmlisches Manna an / und als göttliche Quelle des Paradieses; / in Wahrheit fließt der Strom deiner Quelle aus der Erde [des Paradieses]. / Gnade offenbart er in vier Zweigen / täglich wirkend wundervolle Wunder. / Die Bitten aller sind erfüllt, wenn getrunken wird das Wasser. / Deshalb laufen wir treu in Freude, / die wir den Namen Christi tragen, // und schöpfen das fließende, süße Wasser der Heiligung.
Du lässt hervorquellen Ströme des Heiles, o Jungfrau, / denen, die beständig Zuflucht nehmen zu deiner Quelle, / o Braut Gottes; / Da du frei die Ströme des Heiles ausgießt allen Kranken, / ermöglichst du den Blinden, die sich dir nähern, mit Klarheit zu sehen; / Du hast aufgerichtet viele Kranke und Lahme. / Du hast Gelähmte gestärkt. / Durch das dreifache Ausgießen des Wassers, / hast du zum Leben erweckt die Toten. // Auch die an Wassersucht und Atemnot Leidenden hast du geheilt.
Ehre: Wer wird sprechen von deiner Kraft, o Quelle, / die oft überfließt von unerschöpflichen Wundern, / und vollendest durch Heilungen das, was jenseits der Natur ist? / O, große Wunder lässt du allen strömen. / Denn du verjagst nicht nur Leiden von denen, / die im Vertrauen in Liebe schöpfen, / sondern du reinigst auch die Leidenschaften der Seelen, // verleihend große Gnade, o all-makellose Herrin.
Prokimenon zur Vesper
Ich liebe dich, Herr meine Stärke; / der Herr ist mein Fels und meine Burg und mein Erretter.
Vers: Gott ist mein Helfer, bei dem ich Zuflucht nehme.
Vers: Ich rief an den Herrn, der würdig ist gepriesen zu werden, und ich bin von meinen Feinden errettet.
Vers: Aus seinem heiligen Tempel hörte er meine Stimme.
Stichiren zur Stichovna
Ton 5.
Freue dich, o lebenspendende Quelle, / die die ganze bewohnte Erde mit deinen Wundern erfüllt! / Freue dich, o geistiges Meer, / übertreffend die Ströme des Nils mit den Fluten deiner Gnade! / Du bist ein zweites Siloah, / ergießend wunderbare Wasser wie durch einen Felsen. / Du hast empfangen die Macht des Jordan, o allheilige Magd, /
und bist geworden das Manna der Erlösung, / das erfüllt die Bedürfnisse derer, die suchen. // Du gießt aus das große Erbarmen der Welt, o Mutter Christi.
Der Höchste hat seine Haus geheiligt.
Mit Hymnen von Wundern, / lasst uns, Gläubige, loben und verherrlichen die himmlische Wolke, / die auf die Erde träufeln lässt himmlischen Regen, / den Lebensspender Christus! / Er ist das lebendige göttliche Wasser, / das ewig ergießt die göttliche Speise von Nektar, die niemals versiegt, / auch nachdem sie getrunken wurde, / aber den Durst vertreibt sie und erfrischt unsere Seele. / Wenn wir trinken mit Weisheit, / werden die all-göttlichsten Ströme hervorsprudeln aus unseren Herzen, // und werden uns überfließen lassen reichlich Gnade.
Das Rauschen des Flusses erfreut die Stadt Gottes.
Freue dich, o lebenspendende Quelle, / die ewig ergießt reichliche Gaben, / o Brunnen der Heilungen, / die fortwäscht die schwache und armselige Stärke der Krankheit. / Du stellst wieder her das Augenlicht der Blinden / und die Aussätzigen reinigst du. / Deine Ströme sind ein Heilstrank für alle Gebrechen und Leiden, / und für alle, die mit Glauben zu deinem Heiligtum strömen. / Du bist ein großer Arzt, o Magd [Gottes], / die bereit ist zu empfangen alle, die sich an sie wenden in Bedrängnis. / O heilige Mutter Christi, des Wortes, // welcher ergießt der Welt sein großes Erbarmen.
Ehre: Lasst ertönen die Trompete in Hymnen, o Festliebende, / und tanzen vor Freude im Wasser, / lasst uns bilden einen Reigen und Loblieder singen dem Wasser, / das nie aufhört zu fließen von der lebenspendenen Quelle. / Lasst die Herrscher sich versammeln / und danken für die Güte der Quelle. / Sie hat errettet Könige, / und durch eine Berührung die Kranken von ihren Lagern erhoben. / Alle Menschen, versammelt euch / und zieht zum errettenden Wasser; / Die Bedürftigen sollen herbeigetragen werden / und die in Gefahr sollen geistige Stärkung erlangen. / Die Dürstenden sollen erfrischt werden / und die Blinden ihr Augenlicht erhalten. / Die Tauben werden hören und die Kranken werden geheilt. / Lasst jene, die ihre Hände erhoben haben / in Dankbarkeit ziehen zum Wasser der Errettung, / das ausströmt allen Gläubigen. / Lasst uns alle rufen zur reinen Jungfrau: / „Wie du ergießt die immer-lebenden Ströme aus der Quelle, / höre nicht auf, Fürsprache einzulegen // für deine Knechte und Mägde.“
Ch: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Dreimal.
- Zur Liturgie -
D: Segne, Gebieter.
P: Gesegnet das Königtum des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit.
Ch: Amen.
Beginn der Liturgie in der Osterzeit
Die Königlichen Türen werden geöffnet. Die Geistlichen singen im Altar:
Geistliche, laut: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Zweimal.
Das dritte Mal bis zur Hälfte:
P: Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten.
Ch: Und denen in den Gräbern das Leben geschenkt.
Die Königlichen Türen werden geschlossen und der Diakon beginnt die Große Ektenie. Nach einer anderen Tradition wird zur Sonntagsliturgie der Osterbeginn so zelebriert, wie in der Lichten Woche, also mit Weihrauch, Dreileuchter und den Versen „Gott stehe auf“.
Christus ist erstanden von den Toten, / Er hat den Tod durch den Tod zertreten / und denen in den Gräbern das Leben geschenkt. Einmal, langsam.
ENDE, UND GOTT DIE EHRE.
Die aufgeführten Texte wurden von: Pater Kilian Kirchhoff, Erpriester Peter Plank, Thomas Brodehl, Übersetzungskommission der OBKD und evt. anderen, hier nicht aufgeführten Übersetzern ins Deutsche übertragen.
*Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
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